Juni 2022.
Akzeptanz.
Ich bin 10 Tage in der Bündner Bergwelt unterwegs. Von einem Ort zum nächsten. Beim Unterwegssein gibt es immer mal wieder Wegabschnitte die anstrengend, weniger attraktiv oder zum Teil langweilig sind.
Strecken mit Asphalt sind bei mir zum Beispiel so ein Thema. Ich mag sie einfach nicht. So auch heute. Ich lande für einen Moment auf einer kleinen asphaltierten Verbindungsstrasse der Bergdörfer hier.
Und verfalle dabei in einen inneren Dialog; Mir stinkts, aber es gehört dazu. Es gibt nicht nur die Traumabschnitte. Wie kann ich das erwarten?
Es ist doch im Leben generell so.
Wir können uns nicht nur die angenehmen Teilstrecken herauspflücken. Und die weniger angenehmen auslassen.
Wir können nicht erwarten, dass sich jede Befindlichkeit umgehend optimiert.
Manchmal geht es ganz einfach ums Aushalten. Ums Durchhalten. Ums Akzeptieren. Im Wissen, es kommt wieder anders.
Und ganz ehrlich; sind es nicht oftmals genau die anstrengenden, unangenehmen Wegstrecken die uns am Ende stärker machen?
Und dann kommen Abschnitte wie diese und jeglicher Asphalt ist vergessen…

Metaphern.
„Berge sind Metaphern, Symbol für das ewige Auf und Ab des menschlichen Lebens. Wer sein Herz öffnet, zu dem sprechen sie, dem zeigen sie den Weg.“
Nietzsche

Überwindung.
…diese Passage (ein Teil des Walserweges) brauchte wirklich Überwindung (Weg an der Felswand)

Chinook.
Ohne meine Hündin Chinook unterwegs zu sein, ist nie dasselbe. Sie fehlt wenn sie nicht dabei ist. Sie an der Seite zu haben, meine Lauffreude mit ihr zu teilen, ist pures Glück für mich. Wir sind ein eingespieltes Team und verstehen uns ohne Worte. Es ist dieser Moment, wenn ich den Rucksack schultere, von Chinook einen erwartungsvollen Blick auffange, wir uns anlächeln, im Wissen es geht los! Manchmal ist Zufriedenheit so simpel.

Danke Chinook, Du bist eine grossartige Begleitung. Die beste!

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