Von dem Moment an, als wir bei La Rochelle das Festland verlassen und über die Brücke auf die Ile de Ré hinüber fahren, ist es da. Das Glücksgefühl, das mich jedesmal durchströmt wenn ich ihn sehe; den Atlantischen Ozean! Wir sind tatsächlich hier!

Der Duft von Salzwasser liegt in der Luft, wir werden beflügelt von einem Schub Euphorie! Was sind wir doch für Glückspilze! Dass wir hier sein können, diese Zeit zur Verfügung haben, liegt fern jeder Selbstverständlichkeit. Wir sind uns dessen bewusst.
Schnell sind ein paar Essensvorräte eingekauft, dann suchen wir uns schnellst möglichst einen Übernachtungsplatz. Wir können es kaum erwarten, endlich auszusteigen und Teile der Insel zu Fuss zu entdecken!
Chinook.

Golf von Biskaya.
Im Sommer wird die Ile de Ré touristisch wohl ziemlich überladen sein. Jetzt ist es angenehm leer an den Stränden. Noch ist Ebbe. Wir geniessen einen ausgedehnten Spaziergang entlang dem Strand.
Zahllose bunte Muscheln, besondere Steine und unbewohnte Gehäuse von Seeigeln dekorieren ihn.

Immer wieder ziehen grosse Vogelschwärme am Himmel durch. Die Insel liegt am Golf von Biskaya, eine grosse Bucht im Atlantischen Ozean. Sie erstreckt sich entlang der Nordküste von Spanien über die Westküste von Frankreich bis in die Bretagne.
Die Ile de Ré liegt inmitten einer grossen Zugvogelroute die Afrikas Überwinterungsgebiete und all die Fortpflanzungsgebiete von Nordkanada bis Sibirien verbindet. Sie stellt somit einen Sammelpunkt für Vögel dar, die jeweils im Herbst Richtung Frankreich ziehen. Das Geschnatter vom Himmel ist beeindruckend.
Sunset.
Einmal mehr haben wir den perfekten Ort gefunden um unsere zwei Reisemobile zu platzieren.
Die Sonne geht langsam unter. Sie hat den Duschwassertank heute auf 16 Grad aufgeheizt! Das reicht für eine Freiluftdusche.
Die VIP-Lounge für den Sonnenuntergang liegt direkt vor unserer „Haustür“.

Die Flut kommt zurück. Ich bin fasziniert davon. Sie arbeitet sich in erstaunlichem Tempo hoch. Nichts kann sie zurückhalten. Diese gewaltige Wasserbewegung des Ozeans.
Der Atlantik ist sanft gestimmt, die Wucht mit der die Wellen brechen, ist klein. Wir kennen ihn anders. Stürme im Frühling und Herbst, wenn sich die Grenzen der Luftmassen verschieben und die sogenannte Polarfront entsteht, sind beeindruckend! Die Kraft des Meeres ist eine Naturgewalt.


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