Quiberon.

Inzwischen haben wir die Ile de Ré und die liebenswerten Rasta-Esel wieder verlassen. Irgendwie kommen wir aber kaum vom Fleck.

Immer wieder zieht es uns irgendwo an einen schönen Strand, verlieren wir uns in einem Pinienwald, verlaufen uns in ein kleines Städtlein mit den typisch schmalen Gassen und den bunten Läden oder aber wir sind ganz einfach damit beschäftigt, nach einer möglichen „Wasserquelle“ zu suchen.

Nachts gibt es immer noch Minusgrade. Beim Aufwachen, werden wir mit einer lichtvollen Morgenstimmung beschenkt.

Unser heutiges Ziel ist die Halbinsel Quiberon. Sie gehört bereits zur Region Bretagne. Quiberon ist landschaftlich wunderschön! Wilde Küsten, feine Sandstrände, Megalithe und hohe Wellen die sich an den zerklüfteten Klippen brechen.

Die Bretagne kennen wir recht gut. Das Wiedersehen mit ihr ist wie dasjenige mit einem alten Freund; selbst wenn man ihn eine Weile nicht mehr gesehen hat, das Vertraute, die Nähe verlieren sich nie.

Wir haben in den vergangenen Jahren ein grosses Stück Herz an sie verloren. Auf Quiberon jedoch, waren wir bisher noch nie.

3 Meter 30.

Nebst der Wassersuche, stellt auf touristisch bekannten Inseln, also auch hier, die Parkplatzsuche eine gewisse Herausforderung dar. Meist sind die möglichen Parkplätze in Strandnähe mit Barrieren höhenbeschränkt.

Da passen nur Fahrzeuge mit maximal 2.10m Dachhöhe unten durch. Wir also nicht. Mit dem Aufbau der Solarplatten, der Duschvorrichtung etc. kommen wir auf knapp 3.30m Höhe.

Wir haben Verständnis. Diese Inseln werden im Sommer von Touristen geflutet. Es braucht eine gewisse Logistik. Wohnmobile gehören auf die Campingplätze. Nur; die sind ausserhalb der Saison ja zu.

Hier würde es Rolf nicht einmal zu Fuss unten durch schaffen ;-))

Wir rechnen daher bereits damit, nur einen Tagesausflug hierher geschafft zu haben und unser Nachtlager andernorts aufzustellen. Aber; wir finden einen Campingplatz auf welchem wir uns selber Einchecken können. Grossartig! Hier bleiben wir!

Die Brücke nach Saint Nazaire

Kleiner Vogel.

So gut es uns auch gerade geht, es gibt eine Sache, die mich heute traurig gestimmt hat. Der Grund dafür ist ein kleiner Vogel. Wir waren auf einem kurzen Stück Autobahn unterwegs, als er in unsere Frontscheibe knallte. Wir waren wohl auf seiner Flughöhe und er konnte unser Tempo nicht einschätzen. Rasende Autos gehören nicht in das Repertoire seiner natürlichen Überlebens-Kenntnis. Das wurde ihm – und wird im Strassenverkehr den Tieren allgemein – zum Verhängnis.

Der Knall fuhr mir ein. Es hat mir im Herzen leid getan für das kleine Wesen. Und ich fühle mich schuldig. Wir sind zum Vergnügen unterwegs. Aber den Vogel hat es sein Leben gekostet. Verzeih mir, Du kleines Geschöpf.

2 Antworten zu „Quiberon.“

  1. Weckt Sehnsucht. Und ja, im Paradies wird sich der kleine Vogel gefahrenfrei bewegen dürfen.

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